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DesignAgility – Verlage auf dem Weg zu Design Thinking #fbm

Design Thinking in Verlagen erfolgreich implementieren? Wie kann dies gelingen? Gibt es erfolgreiche Beispiele aus der Praxis? Welche medienspezifischen Ansätze aus der Hochschulperspektive funktionieren in den Verlagen gut? Was berichten andere Branchen von der Einführung von Design Thinking als Innovationsmethode in ihrem Unternehmen?

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Foto: Stefanie Quade/Jana Hahn – fbm2016 #designagility

Insbesondere für die Herstellung von neuen Produkten oder Services eignen sich Innovationsmethoden wie Design Thinking. Das Forum Verlagsherstellung, eingeladen durch die Publisher Consultants und moderiert von Prof. Dr. Okke Schlüter, hat das Thema aufgegriffen und eine Podiumsrunde zusammengestellt, die diskutierte, ob es eine Art Maßkonfektion für Verlage gibt, um Design Thinking erfolgreich zu implementieren. Das Interesse an dem Thema wurde durch die gut besuchte Sitzreihen und Stehplätze durch das Publikum bestätigt.

Die Keynote wurde von Stefan Ulrich gehalten. Er hat Einblicke in das Unternehmen Robert Bosch gegeben und aus seiner Sicht die Top 10 der wichtigsten Schritte bei der Einführung von Design Thinking mit dem Publikum und Podiumsgästen geteilt.

Mareike Hermes (ganz links im Bild), Leiterin Business Development vom Carlsen Verlag hat dazu ermuntert, Design Thinking einfach einmal auszuprobieren. Sie hat von einem eigenen Beispiel aus ihrem Unternehmen erzählt und sehr motivierende Anekdoten von schnellen Ergebnissen durch “30-Minuten-Brainstorming” und Spaß bei ihrem Team bei der Wahl von dem “Methoden-Tisch” berichtet, bei dem jede Person ihr Lieblings-Tool wählen und innerhalb des Design Thinking Projekts ausprobieren konnte. Ihr Team sei hochmotiviert und sie würde als Leiterin der Abteilung stets auf diese Art, Projekte neu zu denken und umzusetzen zurückgreifen. Juliane Wagner (2.v.links), Programmleiterin Management bei Springer Gabler, konnte ebenfalls aus ihrem Erfahrungsschatz mit der Anwendung von Design Thinking berichten und bestätigte den Spaß und die schnellen Erfolgserlebnisse mit dieser Innovationsmethode.

Medienspezifische Lösungen zwischen Hochschuldidaktik und Unternehmenspraxis haben Okke Schlüter und Stefanie Quade aufgezeigt und sowohl aus ihren eigenen Verlagsprojekten, als auch aus interaktiven Umsetzungsmethoden mit Design Thinking aus der Hochschulpraxis und Medien-Workshops berichtet. Angereichert um agile Projektmanagement-Praktiken und Storytelling, erweitern Quade & Schlüter in DesignAgility die Innovationsmethode für Medien-Prototypen zum Beispiel um “Deliverables” als Zwischenergebnisse und kurze “Pitches” um diese auf den Punkt zu präsentieren, die man aus StartUps kennt.

In der Diskussion haben alle PanelteilnehmerInnen jedoch auch von den Hürden und Schwierigkeiten bei der Einführung von Design Thinking gesprochen. Das Unternehmen Bosch beispielsweise bietet Inhouse Trainings zu Design Thinking an und prüft vorab jedes Mal ganz genau, für welche Abteilung, also für welche Menschen und für welchen konkreten Produkt- oder Servicebereich sie die Schulung adaptieren. Ulrich betonte die Bedeutung, Design Thinking passgenau innerhalb von Bosch je nach Bereich auf die Bedürfnisse der jeweiligen Teams zuzuspitzen.

Genau dort setzt DesignAgility als Maßkonfektion für Verlage an. Hier werden Design Thinking und agile Projektmanagement Methoden adaptiert für Medieninnovationen und erweitert um wichtige Schritte, wie die technische Spezifizierung von Medien-Prototypen. Materialien wie gezielte Evaluierungs-Vorbereitungen helfen zum Beispiel bei der einfachen, aber wirkungsvollen Durchführung von Nutzerbefragungen. Ebenso werden wichtige Hinweise für die strategische Verankerung in Medienunternehmen und Tipps für die Berücksichtigung von Change Management Aspekten gegeben, um alle Mitarbeiter mit an Bord zu holen. Testen Sie DesignAgility für ihre nächste Herausforderung in ihrem Medienunternehmen und erzeugen Sie ein Klima des “dabei-sein-wollens”.

O-Töne von der Frankfurter Buchmesse: „Spannend, inspirierend, informativ, bereichernd, kommunikativ …“ Das Feedback zum diesjährigen Forum Verlagsherstellung ist vielfältig – und durchweg positiv! Daran und auch am immensen Zuspruch der Veranstaltung lässt sich einmal mehr ablesen, wie sehr die Branche einen Treffpunkt schätzt, um neue Lösungsansätze rund um Strategie, Prozesse, Produktion und Design zu finden.” Das Börsenblatt hat zu DesignAgility einen Artikel unter dem Titel „Werkzeug oder Kulturwandel? So setzen Verlage Design Thinking ein“ am 24.10.2016 veröffentlicht.

Das Buch DesignAgility erscheint in Q1/2017 im Schäffer Poeschel Verlag – weitere Informationen und Downloads unter www.designagility.de. Bitte kontaktieren Sie uns gern unter designagility@gmail.com.

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