DesignAgility Blog

DesignAgility Workshop auf der Future!Publish

Ein Gastbeitrag von Sibylle Bauschinger (Bilandia, Media Agentur): 

„Discovery, Interpretation, Ideation, Selection, Specification, Implementation, Evaluation, Deployment- die zentralen Phasen der Design Agility stellten Stefanie Quade und Okke Schüter zu Beginn ihres Workshops auf der Future!publish Konferenz vor. Mit Neugier und vor allem ohne Berührungsängste folgten die rund 30 Teilnehmer der Einführung in die Welt der Design Agility.

Für den anschließenden Workshop hatten sich die Referenten auf eine bestimmte Phase, die Ideation, fokussiert, um im Zuge der knappen Zeit die Einzelgruppen effektiv etwas erarbeiten zu lassen.

Die Ideation sieht die Phase der Ideenfindung vor, quasi der dritte Akt im Prozess des Design Thinking, in der Ideen u.a. in so genannten User Stories auf den Prüfstand gestellt werden.

Die unterschiedlichen Wissensstände und Erfahrungen der Teilnehmer hatten Quade und Schlüter bedacht, und daher vier Gruppen zur Auswahl gestellt:

  • Belletristischer Verlag mit Erfahrung im agilen Projektmanagement / ohne oder wenig Erfahrung
  • Fachverlag mit Erfahrung im agilen Projektmanagement / ohne oder wenig Erfahrung

Kreativität mit System – Dank der Userstory

Man fand sich rasch an den dafür vorgesehenen Tischen zusammen und wurde direkt mit einem Arbeitsauftrag ausgestattet. Im Falle der Gruppe „Belletristischer Verlag mit Erfahrung im agilen Projektmanagement“ lautete die Anforderung in etwa wie folgt:

„Nachdem mein Kind 1h mit dem iPad gespielt hat, soll es auch mal wieder an die Luft.“

Im Zuge der Ideation wird das „Kundenfeedback“ zunächst in User Stories umgewandelt, die die folgenden Parameter definieren:

Als <Rolle> brauche ich <Benefit> um <Grund>.

Die User Story der Gruppe entwickelte sich nach einiger Diskussion in die Aussage:

„Als Elternteil brauche ich eine App, die mein Kind zum Spielen an der frischen Luft animiert.“

Erst im Anschluss daran wurde der Kreativität für genau diesen Fall und diese Situation freien Lauf gelassen. Am Ende entstanden zwei Ideen für ein Produkt, mit dem sich alle Gruppenmitglieder voll und ganz identifizieren konnten.

Ergebnisse, die sich sehen lassen können

Nach erfolgreicher Ideenfindung folgte am Ende noch der obligatorische Pitch, bei dem die Ideen in kurze Präsentationen, im besten Fall verpackt in eine anschauliche Story, vorgestellt wurden.

So unterschiedliche die Gruppen und Aufgabenstellungen, so spannend und verschieden waren auch die präsentierten Ideen der Tische. Neben der App, die Kinder spielerisch in die Natur treibt, fanden sich z.B. auch noch eine Kontaktdatenbank inkl. Gesichtserkennung für Anwälte.

Der Workshop von Stefanie Quade und Okke Schlüter auf der Future!Publish zeigte auf eindrückliche Weise, wie durch angeleitete Technik Ideen konkretisiert und überprüft werden können. Die Gruppe der Belletristischen Verlage mit Erfahrung im Projektmanagement war auch am Ende noch begeistert von der entwickelten Idee.

Jetzt fehlt nur noch jemand, der sie umsetzt.“

Vielen Dank für diese lebhaften Eindrücke vom Workshop sagen Stefanie Quade & Okke Schlüter!

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